In Sachen wirtschaftlichster Wertstoffhof darf man den Wettbewerb nicht scheuen

Die SPD-Fraktion begrüßt, dass die Debatte über die Standortfrage für einen künftigen Wertstoffhof nun an Fahrt aufnimmt, wünscht sich aber mehr Sachlichkeit und weniger Emotionalität.

Der SPD-Fraktion geht es darum für die Bürgerinnen und Bürger Rüsselsheims ein qualitätsvolles aber auch günstiges Angebot zur Wertstoffentsorgung machen zu können.

Die SPD-Fraktion zeigt sich überzeugt davon, dass es sich lohnt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger die Angebote zu vergleichen und über das Für und Wider der verschiedenen Möglichkeiten sachlich zu diskutieren. Bei diesen Möglichkeiten handelt es sich zum einen, um einen neu zu errichtenden Wertstoffhof an der Kläranlage zwischen Rüsselsheim und Raunheim oder um die Mitnutzung des bestehenden Wertstoffhofs der Riedwerke am Sonnenwerk im Westen der Stadt. „Wir werden daher beantragen, dass für beide Varianten Vergleichsrechnungen erstellt werden, damit auf einer seriösen Grundlage die jährlichen Kosten bewertet werden können“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Sanaa Boukayeo.

Wenn der Betriebsleiter des Städteservice Raunheim-Rüsselsheim, von seinem Konzept so überzeugt ist, wird er den Wettbewerb nicht scheuen dürfen, so die SPD-Fraktion, er müsse dann aber sein Betriebskonzept für den Wertstoffhof mit konkreten Zahlen unterlegen.

„Insbesondere sind bei einer betriebswirtschaftlich seriösen Betrachtung die erheblichen Investitionskosten an einem neu zu entwickelnden Standort neben der Kläranlage zu berücksichtigen“ betont der bau- und finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Frank Tollkühn. Am bestehenden Standort Sonnenwerk hingegen ist nur eine Nutzungsvereinbarung zu schließen.

Neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten, die es nun noch intensiver zu beleuchten gilt, ist aber auch nochmals über den Standort an der Kläranlage zu diskutieren. Die Anwohner in der Bonnerstraße sind schon heute erheblichen verkehrlichen Belastungen, insbesondere Lärm ausgesetzt und diese werden mit einem Wertstoffhof an der Kläranlage nochmal deutlich zunehmen.

Abschließend verweist die SPD Fraktion darauf, dass auch die Stadt Rüsselsheim Gesellschafterin der Riedwerke ist und somit der Gedanke der interkommunalen Zusammenarbeit dabei nicht in Frage gestellt wird.